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Ethik der Hypnose und Hypnotherapie DVKH.de
Erklärung zur Anwendung von Hypnotherapie und Hypnose in der Therapie
1. Hypnosen / Hypnotherapien dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Hypnotisanden durchgeführt werden.
2. Der Hypnotisand muss über Wesen und Zielsetzung der Hypnose im medizinisch-psychotherapeutischen Sinne umfassend aufgeklärt werden.
3. Mit der Hypnose dürfen ausschließlich die Absichten und Interessen des Hypnotisierten verfolgt werden. Bei Forschungshypnosen heißt dies, dass der Hypnotisand mit der Forschungszielsetzung und mit dem Sinne der Absätze 1) und 2) ausdrücklich übereinstimmt.
4. Alle verwendeten Suggestionsinhalte müssen die Menschenwürde, Ehre und das Schutzbedürfnis des Klienten oder Patienten wahren.
5. Es dürfen keine Unterhaltungsabsichten mit der Hypnose verbunden werden. Die Hypnose hat Therapie, Beratung, Coaching, Wissenschaft, Hilfe zur Selbsthilfe zu beinhalten und nicht Publikumsunterhaltung. Showhypnosen gelten für Hypnotherapeuten als nicht zulässig.
6. Therapeutische oder klinische Hypnosen dürfen berufs- oder gewerbsmäßig oder auch in anderen Settings nur bei Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen durchgeführt werden (Psychotherapeutengesetz, Approbationsordnung, Heilpraktikergesetz u.a.). Im Rahmen des Coachings, der Beratung oder der Prävention mit imaginativen Methoden (aus der Hypnose) wird niemals eine Hypno-Therapie angewandt, sondern ausschließlich - wenn vom Klienten gewünscht! - hypnotherapeutische Kommunikations- und Trancetechniken außerhalb der Heilkunde. Die Grenzen zwischen Coaching, Beratung, Prävention und Therapie sind für die Klienten klar zu formulieren.
7. Die Schweigepflicht ist zu beachten.
8. Räume, in denen Hypnotherapie / Hypnosen durchgeführt werden, sollen einen Rahmen bieten, der dem besonderen Vertrauensverhältnis zwischen Coach / Therapeut und Klient / Patient angemessen ist. Bühne, TV, Straße u. Ä. sind keine geschützten Räume.
9. Der Deutsche Verband für klinische Hypnose und Kinder- und Jugendlichen-Hypnotherapie (DVKH.de), orientiert sich in ihrer Arbeit an den internationalen Standards und Publikationen der International Society for Clinical and Experimental Hypnosis.
10. Wir lehnen jede Art von Showhypnose oder Missbrauch der Hypnose und Hypnotherapie ab, da hierdurch ein unseriöses Bild von der Hypnose unter Laien gefördert wird. Manipulation, Unterhaltung, Gehirnwäsche, Propaganda, Missbrauch sozialpsychologischer Beeinflussungskenntnisse in der Werbung oder anderswo sind keine klinische Hypnose, keine Hypnose im Coaching und keine Hypnotherapie.
11. Hypnotherapie (als Interaktion) und Hypnose (als Zustand oder Interaktion) sind freiwillige Geschehen und verlangen eine vorherige Aufklärung (informed consent)! Sie werden in einer Interaktion verwirklicht, in der die Befähigung des Klienten, der Kontext und die Befähigung des Hypno-Coachs oder Hypnotherapeuten zusammen wirken, um ein Therapie- oder Coaching-Ziel des Klienten zu ermöglichen, das sie/er sich vorher gut erarbeitet hat. Dies geschieht in einem Rahmen, der Auftrags- und Zielklärung, Abwägung, gründliche Information, Mandatsklärung, Auswirkungen, Risiken, Nebenwirkungen, alternative Methoden u. Ä. im Vorfeld vertrauensvoll anspricht. Geschieht dies nicht, handelt es sich um "Überrumpelung" oder "Show". Dies lehnen wir ab! Eine Vorstellung von Hypnose, in der die Hypnose allein von „der Befähigung des Hypnotiseurs ausgeht“ lehnen wir ab und fördern wir niemals.
12.Hypnotherapeuten lehnen eine Verbindung von wissenschaftlich orientierter Hypnose und Hypnotherapie, wie der DVKH sie formuliert, mit "Esoterik, Okkultismus, Magie oder Zauberei" strikt ab. Hypnotherapeuten möchten bei ihren Klienten oder Patienten auch niemals den Eindruck erwecken, als würden sie den Prozess der Hypnose durch solche Mechanismen verstanden wissen! Hypnotherapeuten kommunizieren und handeln stets so, dass erkennbar wird, dass Hypnose ein natürlicher kommunikativer Prozess ist, der ausschließlich im Rahmen wissenschaftlich orientierter psychologischer Beratungs- und Therapieverfahren genutzt wird.
13.Hypnose im nicht-therapeutischen Setting darf nur von ausgebildeten Coaches [nach den Richtlinien des Roundtable der dt. Coachingverbände], Pädagogen, Sozialpädagogen, Kinder-Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, ErzieherInnen angewandt werden sowie als Therapie ausschließlich von Therapeuten angewandt werden. Die Ethik des DVKH ist eingebettet in die Berufs- oder Standesordnung und Ethik dieser Berufsgruppe(n). Hypnotherapeuten DVKH bilden sich in der Hypnose kontinuierlich weiter. Sie bilden andere Personen nur in Hypnose oder Hypnotherapie aus, wenn diese hierzu fachlich und persönlich befähigt sind und das Menschenbild und die Ethik des DVKH teilen und sich hierauf verpflichten.
14.Hypnotherapeuten sind Mitglied in einem hypnotherapeutischen Fachverband; zum Beispiel einem der hier genannten: www.hypnose.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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